Ein Blick zurück, ein Blick nach vorn!

Die Aktionen gegen die Nazifackelmahnwache in Pforzheim dieses Jahr sind vorbei. Wir schauen positiv auf die Aktionen zurück, unten findet ihr zwei Berichte, jeweils von der Antifaschistischen Jugend 76 Karlsruhe und vom Antifaschistischen Aktionsbündnis Stuttgart & Region (AABS).

Auch im nächsten Jahr wollen wir wieder einen starken antifaschistischen Protest gegen die Fackelmahnwache der Nazis organisieren und auf die Straße tragen. Schreibt euch den 23. Februar in den Kalender und geht auch nächstes Jahr wieder mit uns in Pforzheim auf die Straße um an den Erfolgen, die dieses und in den letzten Jahre erkämpft wurden, anzuschließen.
Ende diesen Jahres werdet ihr wieder von uns hören.

Bis dahin schließt euch antifaschistischen Strukturen an, organisiert euch und geht gegen jeden Ausdruck von Rechts vor, egal unter welchem Namen sich die Faschisten verstecken. Ob in Schulen, Betrieben oder auf der Straße.
Dem aktuellen Rechtsruck können wir nur mit einem entschlossenen & konsequenten Antifaschismus begegnen.
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In zwei Tagen ist es soweit…

Die Fackelmahnwache des faschistischen „Freundeskreis ein Herz für Deutschland“ auf dem Pforzheimer Wartberg steht an. Wie in den letzten Jahren auch, werden wir mit vielen AntifaschistInnen aus ganz Baden-Württemberg das Gedenken der Faschisten stören!

Hier nochmal ein letzter Überblick zu den Protesten:

Demo:
Um 18 Uhr treffen wir uns mit einer kurzen Kundgebung am Bahnhof in Pforzheim, um dann gemeinsam mit einer antifaschistischen Demonstration zum Wartberg zu gehen.
Unser Ziel ist es so nahe wie möglich an die Faschisten dran zu kommen um ihnen so ihre Gedenkminute um 19.47 Uhr zu vermiesen.

Kundgebung:
Auch dieses Jahr wird es die Kundgebung am Hotel Hasenmayer (an der Heinrich-Wieland-Alle) geben. Ab 18 Uhr ist sie Anlaufpunkt und bietet mit Infotisch, an dem unter anderem die Aktionskarten ausliegen, die Möglichkeit, sich auf dem Laufenden zu halten. Hier wird es auch Essen und Getränke, sowie die Möglichkeit zum Toilettengang geben.

Ermittlungsausschuss:
Wenn ihr Probleme mit den Repressionsbehörden habt, ganz konkret auch wenn ihr festgenommen wurdet oder Festnahmen beobachtet wendet euch an den Ermittlungsausschuss (EA). Dieser ist telefonisch unter 01523 7658669 zu erreichen. Gebt dort Name, Wohnort und Geburtsdatum der betroffenen Person an. Und vergesst nicht; gegenüber der Polizei und in Gewahrsam müsst ihr nur das was auf eurem Ausweis steht und die ungefähre Berufsbezeichnung angeben. Bitte meldet euch und GenossInnen auch beim EA wieder ab, wenn ihr aus der Ingewahrsamnahme rauskommt. Zudem schaut bitte, dass ihr unnötiges Zeug zu Hause lasst (euer Smartphone, Kalender, etc. haben auf Demonstrationen und Aktionen nichts zu suchen).
Reist nicht alleine an und bildet Bezugsgruppen.

Aktionskarte:
Unten findet ihr die Aktionskarte(n) damit ihr euch vorab schon einmal einen Eindruck verschaffen könnt, aber auch zum selbst ausdrucken. Einmal eine Übersicht von Pforzheim und eine Detailansicht – es werden beim Demostartpunkt Exemplare verteilt und auch bei der Kundgebung am Infotisch welche ausliegen. Darauf sind auch nochmal alle wichtigen Infos und die EA-Nummer.

Anreisen:
In mehreren Städten gibt es Treffpunkte für gemeinsame Anreisen.

Karlsruhe: 17:00 Uhr Karlsruhe Bahnhof Südausgang
Stuttgart: 16:30 Uhr Stuttgart Hauptbahnhof vor dem Burger King
Villingen-Schwenningen: 15:30 Uhr Bahnhof VS-Schwenningen
Tübingen: 15:15 Uhr Tübingen Hbf.

Bringt eure FreundInnen mit und lasst uns gemeinsam, solidarisch und entschlossen den Faschisten zeigen, dass sie in Pforzheim und auch sonst überall nicht erwünscht sind.
Lasst uns an die Proteste der letzten Jahre anknüpfen.
Seid kreativ und achtet aufeinander.

…voraussichtlich wird es sehr kalt aber trocken bleiben. Zieht euch also warm an und beteiligt euch an aufwärmenden Aktionen!

Karte als PDF – Ideal zum ausdrucken

Pforzheim – Gernika

Das Gemälde Pünktlich zu der morgigen Kundgebung in Pforzheim (03.02. – 12 Uhr – an der Gernika Brücke) veröffentlichen wir hier einen Text, der sich mit der Städtepartnerschaft von Gernika und Pforzheim auseinandersetzt.

Eine Städtepartnerschaft und die Revision deutscher Geschichte.

Das Motiv der diesjährigen Kampagne „…nicht lange Fackeln!“ gegen das Nazigedenken am 23. Februar zeigt das Gemälde „Guernica“ von Pablo Picasso.
Es entstand 1937 als Reaktion auf die Zerstörung der baskischen Stadt Gernika durch den Luftangriff der deutschen Legion Condor die während des spanischen Bürgerkriegs auf Seiten Francos kämpften. (mehr…)

Gernika = Pforzheim? Diesen Samstag: Kundgebung in Pforzheim

Der Verdrehung der Geschicht ein Ende setzen!

Die Mobilisierung für den 23.02 in Pforzheim ist angelaufen. Flyer und Plakate wurden verschickt und die ersten zwei Infoveranstaltungen zur „Flächenbombardements im 2. Weltkrieg und Geschichtsrevisonismus von Stadt und Nazis“ haben bereits in Karlsruhe und Stuttgart stattgefunden.

Jetzt heißt es weiterhin fleißig Werbung machen, damit wir es auch dieses Jahr wieder schaffen einen großen und entschlossenen antifaschistischen Protest auf die Straße zu tragen.

Diesen Samstag den 03.02 wird es eine kleine Aktion in Pforzheim geben.

Um 12 Uhr findet an der Gernika Brücke eine Kundgebung statt.
Dabei soll die Thematik der Städtepartnerschaft zwischen Pforzheim und Gernika, die Bombardierung Gernikas durch die Legion Condor, der deutschen Wehrmacht sowie die Notwendigkeit des antifaschistischen Protestes gegen das Nazigedenken am 23.02 in Pforzheim in der Stadt präsenter gemacht werden.
Kommt vorbei und beteiligt euch an der Kundgebung! (mehr…)

…nicht lange fackeln! 2018 Info- und Mobilisierungsveranstaltungen

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Samstag, 20. Januar | 19:00 Uhr | Stadtteilladen Barrio137, Luisenstr. 31, 76137 Karlsruhe

Donnerstag, 25. Januar | 19:00 Uhr | Linkes Zentrum Lilo Herrmann, Böblinger Str. 105, 70199 Stuttgart

Im Rahmen der diesjährigen Kampagne …nicht lange fackeln! gegen den jährlich stattfindenden Naziaufmarsch am 23. Februar in Pforzheim laden wir Euch zu zwei Informations- und Mobilisierungsveranstaltungen ein.

Inhaltlich wird der Vortrag sich mit den historischen Zusammenhängen gegen Ende des zweiten Weltkrieges beschäftigen, in dessen Kontext am 23. Februar 1945 die Stadt Pforzheim von der britischen Luftwaffe bombardiert und nahezu vollständig zerstört wurde. Diesem einschneidenden Ereignis in der Stadtgeschichte wird auch heute noch politische Bedeutung geschenkt. Seit 1994 treffen sich zum Jahrestag der Bombardierung FaschistInnen und andere Rechte auf dem Pforzheimer Wartberg, um den Anlass zu nutzen die Geschichte zu verdrehen und rechtes Gedankengut zu legitimieren.

Diese geschichtsrevisionistischen Tendenzen finden sich aber auch innerhalb der etablierten (Stadt-)Politik. So schlägt nicht nur das städtische Gedenken an diesem Tag in eine ähnliche Kerbe wie das der Nazis. Auch andere politische Konstrukte wie die Städtepartnerschaft Pforzheims mit der baskischen Stadt Guernica stehen im Zeichen der Revision deutscher Geschichtsschreibung.

Nicht zuletzt wollen wir die Frage aufgreifen, wie eine Auseinandersetzung mit der Thematik aus linker und antifaschistischer Perspektive sinnvoll gestaltet werden kann, ohne den Tod von tausenden Menschen als historisch „gutes“ Ereignis darzustellen.

Außer Frage steht natürlich die Notwendigkeit antifaschistischer Intervention in dieser Gemengelage aus faschistischem Treiben und dessen staatlicher Legitimation! Besucht die Infoveranstaltungen und kommt mit uns am 23. Februar nach Pforzheim, um uns stark, entschlossen und solidarisch den Nazis entgegen zu stellen!